Graf & Graf
Literatur– und
Medienagentur

11.01.2021

Wir gratulieren Christian Baron zum Literaturpreis "Aufstieg durch Bildung" 2021 der noon Foundation.

"Die Jury beeindruckte die Aktualität des Textes, der in den 90er Jahren spielt, die nüchterne, präzise Beschreibung des Milieus und die Ambivalenz der Vaterbeziehung. Überzeugt hat auch die Darstellung des gesellschaftspolitischen Umfeldes unabhängig von individueller Leistung und Anstrengung. Der Literaturpreis wird online im Februar/März verliehen. Er zeichnet Literatur über die vielschichtige Thematik des Bildungsaufstiegs aus – jenseits gradliniger Erfolgsgeschichten. Die noon Foundation, Mannheim, fördert Bildungs-, Kunst- und Kultur-Projekte."

23.12.2020

Graf & Graf wünscht ein gesundes und kreatives neues Jahr!

24.11.2020

Heute wäre Remo Largo 77 Jahre alt geworden. In Gedenken an den am 11. November verstorbenen Autor veröffentlichen wir einen Nachruf von Monika Czernin.

Er hat immer, immer stundenlang zugehört

Warum Remo H. Largos Tod so viele Menschen berührt

Von: Monika Czernin

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht, in den Zeitungen, Rundfunksendungen, den Social-Media-Kanälen – und mit ihr die Bestürzung und Trauer über den Tod von Remo H. Largo. Der berühmte Schweizer Kinderarzt und Entwicklungsforscher ist in der Nacht vom 11. auf den 12. November gestorben. Ein wirklicher Schock. Ein ganz persönlicher Schock, nicht nur für mich. Seither erscheinen Nachrufe, Würdigungen, Zusammenfassungen seines Lebens und Wirkens, seiner Werke und seines gesellschaftspolitischen Engagements. Doch woher kommt diese durch das Land hallende Betroffenheit, dieser emotionale Ruck, dieser kollektive Schmerz so vieler?

Ich habe Remo Largo vor 20 Jahren kennengelernt, als ich ihn um ein Vorwort für mein erstes Buch („Jeder Augenblick ein Staunen“) bat. Meine dreijährige Tochter, die Protagonistin des Buches und meiner mütterlichen Aufmerksamkeit desavouierte mein sorgfältig geplantes Telefonat mit dem Professor durch ihr Geschrei, also übergab ich ihr kurzerhand das Telefon, damit sie – perplex verstummt – meine Bitte vorträgt. Der süß klingende Satz und wohl auch das Buch überzeugten den damals bereits erfolgreichen Bestsellerautor. Es folgten gemeinsame Vorträge über die Entwicklung der Babys, dann zwei gemeinsame Bücher („Glückliche Scheidungskinder“ und „Jugendjahre“) und – wie soll ich es nennen – eine 20 Jahre andauernde Lebensbegleitung. Hier ein Ratschlag, dort eine Hilfestellung und all das mitnichten nur bei der Kindererziehung. Und dabei erstreckte sich diese Hilfe auch noch auf mein gesamtes Umfeld. Meistens begann es mit meinem Anruf, „Remo, eine Freundin von mir ist verzweifelt, ihr Sohn nachtwandelt.“ Oder, „ein Witwer mit kleinen Kindern braucht deinen Rat.“ Oder, „diese Eltern wollen wissen, wie sie am besten mit ihrer kleinen behinderten Tochter umgehen sollen.“ Immer nahm er die Telefonnummern entgegen und führte Gespräche mit all den Menschen, die ich ihm ans Herz legte. Ich selbst machte mir vorerst kaum bewusst, dass ich nicht die Einzige war, die ihm besorgte Menschen mit ihren Fragen sandte. Bis ich einen Dokumentarfilm („Remo Largo: Ein Leben für unsere Kinder“) über ihn drehte. Das Telefon klingelte oft und unterbrach unsere Arbeit, bald filmten wir die Szenen mit, weil wir ja da waren, um Remos Leben in all seiner Vielfalt zu beobachten. Seine Frau Brigitt brachte es auf den Punkt: „Er hat immer jedes Telefon abgenommen. Es waren Leute, die Sorgen hatten mit ihrer Beziehung, den Kindern und er hat immer, immer stundenlang zugehört.“

Ich weiß zwar nicht, wie viele derartige Telefonate er geführt hat (viele Tausende werden es wohl gewesen sein), aber ich weiß zweierlei: Erstens wie liebe- und verständnisvoll, Nähe und Vertrauen stiftend diese Gespräche waren und zweitens, wie zielgenau seine Ratschläge wirkten. Das habe ich wiederholt am eigenen Leib erfahren. Eine kurze Schilderung der Situation und dann eine glasklare und umsetzbare Antwort. Psychologen und Therapeuten würden vor Neid erblassen. Antworten nämlich, die, so simpel sie oftmals daher kamen, nachhaltig wirkten, meist jahrelang und oft richtungsweisend, ja richtungsverändernd. Wie ihm das gelang? Indem er entspannt reagierte, wie ich oft gefragt wurde? Die Eltern zu mehr Gelassenheit im Umgang mit ihren Kindern ermutigte? Beides greift zu kurz. Es war sein profundes Wissen über Kinder (und ebenso über uns Erwachsene, wie er in seinem Hauptwerk „Das passende Leben“ bewiesen hat) das seinem Rat Tiefe verlieh, und so war beispielsweise der Satz „Kinder zu lieben bedeutet, sie so sein zu lassen, wie sie sind“ nicht einfach Kuschelpädagogik, sondern er fußte in Largos langjährigen, sensibel geschulten Beobachtungen des kindlichen Verhaltens. In den von ihm seit den späten 1970er Jahren betreuten Longitudinalstudien am Zürcher Kinderspital, den längsten und umfassendsten Studien zur Entwicklung von Kindern in Europa und in seiner Arbeit an der von ihm gegründeten Poliklinik für entwicklungs- und verhaltensauffällige Kinder. Er konnte, das habe ich mehrmals erlebt, ein Kind, eine familiäre Situation in nur wenigen Augenblicken lesen. Aber da war noch etwas mindestens ebenso Wichtiges: sein weit über den Beruf hinausreichendes, unermüdlich einfühlsames Interesse an uns (Menschen)Kindern. In meinem Dokumentarfilm hat er es so ausgedrückt: „Wenn mich das Thema der kindlichen Entwicklung, generell das Wesen des Menschen so beschäftigt, dann ist das überhaupt kein Vorsatz. Ich bin im Grunde getrieben, ich kann nicht anders. Das war schon als Kind so und ich nehme an, ich werde das so lange weitermachen bis ich nicht mehr kann.“

Ich bin oft mit ihm spazieren gegangen, jede Situation, an der wir vorbei kamen, hat ihn interessiert. Kinder auf dem Spielplatz, eine Mutter, die ihr Fünfjähriges zu bändigen versuchte, die Wohnsiedlungen und welche Lebens- und Familienform sie vorgeben, der Wald und die Natur als uns seit Jahrtausenden vertrautes Lebensumfeld, ja sogar das Verhalten der Pferde auf einer Weide und die Eigenschaften des Schachtelhalms (dem Dinosaurier unter den Pflanzen) neben einem Bachlauf. Er fotografierte leidenschaftlich gern und sein Interesse für Literatur, insbesondere die russische Literatur, überstieg jedes übliche Maß. Zuletzt hatte er sich noch einmal den „Idiot“ von Dostojewski vorgenommen – als vielstündiges Hörbuch. Für sein Buch „Das passende Leben“ las er sich über viele Jahre durch alle möglichen wissenschaftlichen Disziplinen, von der Anthropologie bis zur Wirtschaftsgeschichte, von der Genetik bis zur Stadtplanung. Erst kurz vor seinem Tod entledigte er sich der vielen Papierstapel – Studien, Zeitungsartikel, Schriften aller Art – die sein Haus zum intellektuellen Patchwork machten, und damit wohl auch seinem nicht nachlassendem Anspruch allem gerecht werden zu müssen.

Alles löste etwas in ihm aus, fügte sich wie ein Puzzlestein in sein Denken, stellte eine Frage oder ergab eine Antwort für sein einzigartiges Gedankengebäude, das ich während so vieler Jahre kennen- und verstehen lernen durfte. Er nannte es das Fit-Prinzip, also das Zusammenspiel unserer Bedürfnisse (körperliche Grundbedürfnisse wie essen und schlafen, das Bedürfnis nach Geborgenheit, existentielle Sicherheit, das Gefühl, sozial anerkannt zu werden, das Bedürfnis nach Selbstentfaltung und danach, eine Leistung für die Gesellschaft zu erbringen) und Kompetenzen in der uns umgebenden Umwelt. Gelingt dieses Zusammenspiel, fühlt sich der Mensch wohl, kann ein Kind/ein Erwachsener seine Bedürfnisse hingegen nicht leben, entsteht ein Misfit. Das klingt abstrakt oder auch simpel. Und doch kommt dieses Konzept einem Paradigmenwechsel gleich. Für Erziehung und Schule, für Gesellschaft und Politik. Zuerst ist nicht die Erziehungsformel, die Lernmethode, eine bestimmte politische Theorie, eine Vorstellung von Gesellschaft, sondern die Wahrnehmung der individuellen Bedürfnisse des Einzelnen, die von Kind zu Kind, von Erwachsenen zu Erwachsenen verschieden sind. Deshalb wurde Largo nicht müde, die Individualität der Kinder zu erklären, deshalb beharrte er darauf, dass Kinder von selbst lernen, wenn sie ein anregendes und Geborgenheit stiftendes Umfeld vorfinden. Deshalb war sein Mantra, dass es jedem Kind und Menschen in dieser Gesellschaft möglich sein muss, seine Bedürfnisse zu leben. Und deshalb wurde er mehr und mehr zu einem Kritiker und Mahner, der darauf aufmerksam machen wollte, wie schlecht unsere Bedürfnisse mit den Lebensbedingungen der anonymen Massengesellschaft zusammenpassen.

So leicht seine Bücher zu lesen sind, schließlich war sein Anliegen, möglichst vielen durch sie zu helfen, und auch wenn man versteht, was seine in großer sprachlicher Verfeinerungsarbeit entstandenen Sätze aussagen (an der manchmal ich, immer aber seine langjährige Lektorin Margret Trebbe-Plath mitgeschliffen hat), in Wirklichkeit fordern sie zu einem großen Umdenken auf. Ich habe teilweise Jahre gebraucht, um ihren Gehalt in aller Tiefe zu verstehen. Bis zu seinem letzten Buch „Zusammenleben“, das im diesjährigen Frühjahr erschien, gab es immer wieder Aha-Momente, glitzernde Erkenntnisse, die ich so meinem kostbaren Remo-Largo-Kosmos hinzufügen konnte.

Doch noch einmal zurück zur Eingangsfrage: Warum hat sein Tod so viele Menschen nicht nur erschüttert, sondern auch tief berührt? Selbst ich habe viele Emails bekommen, und doch widerspiegeln sie nur einen winzigen Bruchteil derer, die trauern und die sich in ihrer Trauer mit anderen Remo-Largo-Freunden vernetzen. Seine Familie hat eine Kaskade von Adjektiven gefunden, die Remos Persönlichkeit beschreiben. Sie alle passen nur all zu gut, von humorvoll bis würdevoll. Interessiert, einfühlsam, zum Dialog auffordernd. Das war er aber nicht nur für alle, die ihn persönlich kannten oder eben mindestens ein mal mit ihm telefonieren durften, sondern für sein ganzes Publikum, ob bei seinen zahlreichen Vorträgen oder in Gesprächen in Rundfunk und Fernsehen, in seinem TedTalk (ein Format, das er wegen seiner auf den Effekt zielenden Regeln nicht so gern mochte) bis hin zu den vielen Kongressen und Schulpanels, an denen er teilnahm. Er hat es verstanden, jeden Einzelnen persönlich anzusprechen und – das ist weit mehr noch – jeden im Publikum durch seine tiefe Menschlichkeit zu berühren.

Sein Fit-Konzept, so umfassend es auch war, war weit davon entfernt, ideologisch zu sein oder besserwisserisch oder auch nur hermetisch geschlossen. Es war und ist atmendes Denken, er hat es seinen Nachfolgern am Kinderspital explizit zur Weiterentwicklung hinterlassen. Auch er selbst hat immer weiter daran gearbeitet, vor allem in Richtung einer profunden Gesellschaftskritik, die er in seinem letzten Buch „Zusammenleben“ auf den Punkt gebracht hat. Darin stellt er den vielen Krisen unserer Zeit und einer durch den Leistungstakt der Wirtschaft und die Vereinzelung in Single- und Kleinfamilienhaushalten überforderten Gesellschaft neue Formen des Zusammenlebens gegenüber, bei denen einem das Herz aufgeht. Geborgenheit, dies war vielleicht seine letzte Botschaft (eine hoffnungsfrohe Botschaft) kann es auch im 21. Jahrhundert geben.

Anfang Oktober hatte ich ihn ein letztes Mal besucht, und wir haben wie immer bis zwei Uhr früh über Gott und die Welt geredet, insbesondere über Gott und darüber, ob Religion (nur) eine Vorstellung ist, die wir Menschen brauchen, weil wir ohne eine Antwort auf die letzten Fragen nicht leben können oder ob es selbst für uns durch die Säkularisierung aus der Gewissheit der göttlichen Realität herausgefallenen Menschen des 21. Jahrhunderts doch etwas Größeres, etwas hinter den Dingen gibt. Die Frage blieb schwebend, ja gewissermaßen flehend im Raum hängen. EINE Gewissheit indes gibt es schon jetzt, dass seine Gedanken, sein gesellschaftspolitisches Wirken, sein Fit-Konzept bleiben werden – uns zur Entzifferung, zum Rat und zum Auftrag, unsere Welt für die Kinder und alle Lebewesen besser zu gestalten. Und manche von uns wird vielleicht sogar seine Stimme weiter durch diese oftmals verwirrende, schmerzliche, immer wieder schöne Welt weitertragen – zumindest wünsche ich mir das.

19.11.2020

Eine Einladung, das Leben Ruth Klügers zu feiern — registrieren Sie sich unter dem folgenden Link zur Teilnahme am europäischen virtuellen Gedenken am 22. November um 18 Uhr: Ruth Klüger European Virtual Memorial

12.11.2020

Wir trauern um Remo Largo, der am 11. November 2020 verstorben ist. Wir verlieren einen wunderbaren Menschen, einen großartigen Autor, einen inspirierenden Gesprächspartner.

02.11.2020

"Karin Graf begann vor 25 Jahren mit einem kleinen Start-up. Heute betreut ihre Agentur Graf & Graf 250 Autorinnen und Autoren. Mit der Gründung der ersten Literaturagentur in Deutschland hat Karin Graf den Buchmarkt nachhaltig verändert." – Karin Graf im Gespräch bei Deutschlandfunk Kultur.

07.10.2020

Wir trauern um Ruth Klüger: Die große Autorin und Literaturwissenschaftlerin starb nach langer Krankheit in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober im Kreis ihrer Familie in ihrem Haus in Kalifornien.

Ihr Werk im Paul Zsolnay Verlag

Copyright: Zsolnay Verlag/Margit Marnul

Ruth Klüger, geb. 1931 in Wien, wurde nach Theresienstadt und in die Konzentrationslager Auschwitz und Gross-Rosen verschleppt. Nach dem Krieg emigrierte sie in die USA und lebte als Literaturwissenschaftlerin in Irvine/Kalifornien und in Göttingen. Ihre Biographie "weiter leben", die 1992 erschien, war ihre erste literarische Veröffentlichung. Ruth Klüger fand damit ein überwältigendes Echo bei Kritikern und Publikum und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

06.10.2020

Anna Katharina Hahn erhält den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag für ihren Roman "Aus und davon". Die Jury würdigte das Buch als ein Werk, das das Modell Familie als lebendigen Organismus anerkenne, dessen inneres Gleichgewicht immer neu austariert werden müsse. Die Auszeichnung wird am 9. November in Berlin verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

23.09.2020

"1000 Serpentinen Angst" steht auf der Shortlist des Aspekte-Literaturpreises 2020. Wir drücken Olivia Wenzel und ihrem Roman die Daumen!

16.09.2020

Wir freuen uns über den Klaus-Michael Kühne-Preis 2020 für Christian Barons Romandebüt "Ein Mann seiner Klasse". In der Begründung heißt es: "Die Jury hat besonders überzeugt, dass die Leserinnen und Leser in ein Milieu geführt werden, das oft nur als statistische Größe auftaucht. Hier bekommt diese Welt eine Stimme und das in einer literarisch klug gestalteten Weise. Christian Baron verzichtet auf Klischees und ideologische Zuordnungen. Vielmehr entlarvt er die Muster gesellschaftlicher Kategorisierungen und überzeugt durch die Bestandsaufnahme eines Lebens mit einem stets betrunkenen und prügelnden Vater und einer depressiven und früh an Krebs gestorbenen Mutter – 'Mit allem Schrecken, mit allem Schmerz, aber auch mit den Momenten von Stolz und Glück.'"

14.09.2020

Wir gratulieren Sandra Gugić herzlich zum Ehm-Welk-Literaturpreis für ihren Text "Wachen"!

09.09.2020

Für die Shortlist des Wilhelm-Raabe-Preises 2020 ist Anna Katharina Hahn mit ihrem Roman "Aus und davon" nominiert. Wir freuen uns und drücken die Daumen!

17.07.2020

"Latte and the Magic Waterstone": Jetzt auf Netflix!
Mehr dazu bei den Verfilmungen. Den Trailer gibt es hier ↓

undefined
03.07.2020
26.06.2020

25 Jahre Graf & Graf: Anlässlich des Jubiläums sprach Karin Graf mit Christiane Peitz und Arno Wiedmann über die Gründung der Agentur, ihre Arbeit und die aktuellen Herausforderungen. Die Interviews sind zu lesen im Tagesspiegel, in der Berliner Zeitung und auf den Seiten der Frankfurter Rundschau.

05.06.2020

Annette Pehnts Roman "Alles was Sie sehen ist neu" wird mit dem Rheingau Literatur Preis 2020 ausgezeichnet. Die Jury begründet: das Buch sucht "die Balance zwischen Orient und Okzident, Kollektivismus und Individualismus, Allegorie und Beobachtung. Das Buch ist ein Schlüsselroman, denn es öffnet die Welt." Wir gratulieren sehr herzlich!

04.06.2020

Amir Hassan Cheheltan ist mit seinem "Zirkel der Literaturliebhaber" einer der sechs Gewinner des Internationalen Literaturpreises. Im Ausnahmejahr 2020 prämiert das Haus der Kulturen der Welt alle Bücher der Shortlist. Herzlichen Glückwunsch!

Die Jurorin Verena Lueken: "Dies ist ein Buch, das sich nicht von den Absteckungen der Zuschreibung "Roman" beeindrucken lässt. Ein Buch, das auf den Erinnerungen des Autors aufgebaut, als autobiografisch im weitesten Sinn zu verstehen ist. [...] Im Zentrum (der Geschichte) steht die Literatur, vor allem die klassische persische, aber nicht ihre offizielle Leseart. Sondern ihre subversiven Strömungen, ihre homoerotischen, ihre pornografischen Anteile. Es ist also in mehrfacher Hinsicht ein doppelbödiges Buch, was sich auch in der Sprache spiegelt, die Jutta Himmelreich im Deutschen mal blumig, mal sarkastisch, mal völlig nüchtern übersetzt [...].

18.05.2020

Wir gratulieren Wieland Freund zum ver.di-Literaturpreis Berlin-Brandenburg für sein Buch „Nemi und der Hehmann“, erschienen 2019 im Verlag Beltz & Gelberg, ausgezeichnet als bestes Kinderbuch.

07.05.2020

Es freut uns sehr, dass Sharon Dodua Otoo die diesjährigen, 44. Tage der deutschsprachigen Literatur eröffnen wird. Ihre "Rede zur Literatur" wird die Spezial-Ausgabe des Bachmannpreises vom 17. bis 21. Juni 2020 einleiten.

17.02.2020

Katrin Blum erhält für ihre Reportage "Aus den Augen" (erschienen im SZ-Magazin) nun die dritte Auszeichnung: den Themenpreis (Nächstenliebe im digitalen Zeitalter) des Karl-Buchrucker-Preises. Wir gratulieren herzlich!

03.02.2020

Wir freuen uns mit Angela Lehner über die Verleihung des Rauriser Literaturpreises 2020. Die Jury über den vielfach ausgezeichneten Roman: "VATER UNSER fordert mit seinen schwebenden Realitätsvalenzen nicht nur zu einer zweiten Lektüre heraus, das Buch gewinnt dabei an Schärfe und Kontur. Das aber kommt – keineswegs nur bei Debüts – gar nicht allzu häufig vor."

29.01.2020

Katrin Blum erhält den 2. Caritas-Journalistenpreis Baden-Württemberg für ihre Reportage "Aus den Augen", die im Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde. Wir gratulieren!

22.01.2020

Unsere herzlichen Glückwünsche an Arnulf Conradi! Sein Werk "Zen oder die Kunst der Vogelbeobachtung", erschienen im Verlag Antje Kunstmann, wird mit dem ITB BuchAward 2020 als besonderes Reisebuch ausgezeichnet.

13.01.2020

"GEH DICHT DICHTIG!", Ruth Johanna Benraths Hörspieldialog mit der Dichterin Elfriede Gerstl, ist von der Deutschen Akademie für Darstellende Künste zum Hörspiel des Jahres 2019 gekürt worden. Es zeige, so die Jury, "eine perfekte Melange gestalterischer Parameter: Das Hörspiel präsentiert sich als Wort-, Klang- und Gedankenexperiment und wird durch den anarchischen Umgang mit Sprache und einer selten so gelungenen Rhythmisierung sprachlicher Musikalität zum Unikat, zu einer vor Intensität leuchtenden Hommage an die 2009 verstorbene Elfriede Gerstl." Wir freuen uns und gratulieren!

16.12.2019

Knut Elstermann erhält den Programmpreis der DEFA-Stiftung. Mit ihm wird sein Engagement für das DEFA-Filmerbe gewürdigt. Wir gratulieren!

04.12.2019
04.12.2019
04.12.2019

Die Jurybegründung: "Der Roman "Gelenke des Lichts" ist auf faszinierende Weis 'aus der Zeit gefallen' – ohne dabei weltfremd zu sein. So scheut sich Emanuel Maeß nicht, existentielle philosophisch-theologische Grundfragen zu stellen, die an die Herkunft aus dem protestantischen Pfarrhaus anknüpfen, diese infrage stellen beziehungsweise eigenwillig neu formulieren. Seine Sprache ist von einem Welterleben tiefer Innerlichkeit geprägt, bei aller Dichte kommt sie leicht und elegant daher. Sie kann sich ihrem Gegenstand im Sinne romantischer Verzauberung annähern und sich zugleich ironisch distanzieren. Seine Sprachgewalt und Sprachverliebtheit zeigt sich etwa in einem Metaphernreichtum von der ersten bis zur letzten Seite. Das Buch will langsam und mehrmals gelesen werden und es klingt eindrücklich nach."

28.11.2019

Mo Asumang erhält für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus das Bundesverdienstkreuz. Wir gratulieren!

22.11.2019

Christina von Braun wurde im Rang eines Chevalier in den Ordre des Art et des Lettres aufgenommen. Diese Ehrung erhalten Menschen, die sich durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben. Wir gratulieren!