Graf & Graf
Literatur– und
Medienagentur

22.11.2021

Heute wird der Literatur-Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen an Enis Maci verliehen. Wir gratulieren herzlich zur Auszeichnung!

08.11.2021

Herzliche Glückwünsche an Sandra Gugić, der für ihr literarisches Werk der Kulturpreis Niederösterreich (Anerkennungspreis Literatur) verliehen wurde!

01.11.2021

Wir gratulieren Simone Weinmann zur Literarischen Auszeichnung der Stadt Zürich für ihren Debütroman "Die Erinnerung an unbekannte Städte", der im Herbst im Verlag Antje Kunstmann erschienen ist.

28.10.2021

Gerald Knaus erhält den Karl-Carstens-Preis 2021. Die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright würdigte Knaus in ihrer Laudatio: "Gerald Knaus‘ Arbeit zeichnet sich durch Beharrlichkeit und eine Fokussierung auf politische Lösungen aus. Die von Knaus gegründete European Stability Initiative setzt sich dafür ein, Demokratie zu verteidigen und Korruption und Lügen aufzudecken, die den Kern der Anziehungskraft von Autokraten bilden. Sie hat die Mission, die Politik dabei zu unterstützen, auf Basis von Fakten besser informierte Entscheidungen treffen zu können. Mit qualitativ hochwertiger und langfristiger praktischen Forschung bietet Knaus ein praxisbezogenes und nützliches Instrument für politische Entscheidungsträger. Nur wenige Forschungsinstitutionen haben einen solchen direkten Einfluss auf politische Entscheidungsträger."

Herzlichen Glückwunsch!

25.10.2021

Mely Kiyak erhält für ihr Buch "Frausein" den Literaturpreis Christine, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wird, wie das Netzwerk BücherFrauen auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgab. Das Buch habe durch seine inhaltliche Ausrichtung und durch seine gesellschaftliche Relevanz überzeugt, heißt es in der Begründung der Jury. «"Frausein" macht Mut, den eigenen Weg zu gehen, eigenständig und unabhängig.» Kiyak trage mit ihrem Buch zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Stärkung von Frauen und Mädchen bei. Wir gratulieren sehr herzlich!

19.10.2021

Antje Rávik Strubel erhält den Deutschen Buchpreis 2021 für ihr Werk "Blaue Frau". Wir gratulieren der Autorin von Herzen zu der Auszeichnung.

Begründung der Jury:

"Mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision schildert Antje Rávik Strubel die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Schicht um Schicht legt der aufwühlende Roman das Geschehene frei. Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.

In einer tastenden Erzählbewegung gelingt es Antje Rávik Strubel, das eigentlich Unaussprechliche einer traumatischen Erfahrung zur Sprache zu bringen. Im Dialog mit der mythischen Figur der Blauen Frau verdichtet die Erzählerin ihre eingreifende Poetik: Literatur als fragile Gegenmacht, die sich Unrecht und Gewalt aller Verzweiflung zum Trotz entgegenstellt."

07.10.2021

Aus der Jurybegründung:

"Mithu Sanyal wirft sich in die Debatten. Mit großer Souveränität, Originalität und Witz lotet sie in ihrem Romandebüt "Identitti" Konstrukte wie Identität, Sexualität und Rassismus aus. Sie hinterfragt etablierte kulturelle Muster und lässt ihre Figuren virtuos Theorie verhandeln. In ihrer kulturwissenschaftlichen Arbeit "Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens" analysiert sie, wie Geschlechterkategorien und Rassismus den Vergewaltigungsbegriff prägen. Bereits 2016 erschienen lieferte sie damit ein wichtiges Buch, das nach Metoo nicht den Eingang in den Diskurs fand, den es verdient hätte. Mithu Sanyals Werk leistet einen wichtigen Beitrag zu einigen der brisantesten Fragen unserer Zeit. Ihr literarisches und wissenschaftliches Schreiben ist pointiert, scharfsinnig und mutig."

"Hanna Engelmeier hat das Aufkommen neuer literarischer Genres wie Autofiktion und Memoir verfolgt und aufgenommen, um daraus etwas Neues und Eigenes zu gestalten. "Trost. Vier Übungen" lautet der Titel ihres bemerkenswerten Prosadebüts. Es handelt sich um ein essayistisches, persönliches Buch, das autobiographische Mosaiksteinchen mit Lesefrüchten von Rilke bis Adorno, von Mark Twain bis Eileen Myles verbindet, theoretisch fasst und dabei auf ertragreichen Umwegen das Ziel verfolgt, die literaturwissenschaftlich vernachlässigte und oft abgewertete Kategorie des Trostes zu rehabilitieren und neu zu bestimmen. Hanna Engelmeier ist eine Kulturwissenschaftlerin, die ausgetretene Pfade zu meiden weiß und durch ihren ungewöhnlichen Tonfall überzeugt."

27.09.2021

Uwe-Karsten Heye erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für sein herausragendes Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus und für seinen unermüdlichen Einsatz für eine zivilcouragierte, weltoffene Gesellschaft. Herzlichen Glückwunsch!

24.09.2021

Aus der Begründung:

"Die Schriftstellerin Terézia Mora setzt sich in ihrem Werk immer wieder mit aktuellen Themen und Konflikten in unserer Gesellschaft auseinander. Aus Ungarn stammend, wuchs sie zweisprachig auf und schreibt ausschließlich auf Deutsch. Dennoch fühlt sie sich in Deutschland als Ausländerin. Diese Sichtweise bringt sie in ihre Werke ein und schreckt dabei nicht vor ungeschönten Gegenwartsdiagnosen zurück. Ihre Bücher greifen so anschaulich wie prägnant gesellschaftliche Spannungen auf und schärfen das Bewusstsein dafür, wo ein Wandel notwendig ist. Seit vielen Jahren prägt Terézia Mora mit ihrem Werk, für das sie unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet wurde, die literarische Landschaft der Bundesrepublik Deutschland mit. So leistet sie einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftspolitischen Debatte."

"Burghart Klaußner gehört zu den großen Schauspielern unseres Landes – und das ganz besonders für Figuren der Zeitgeschichte. In vielen seiner Rollen verkörpert er sehr eindringlich Charaktere, an denen sich die Notwendigkeit gesellschaftlicher Veränderung zeigt. Mit der Haltung eines Künstlers, der stets die geschichtlichen Zusammenhänge reflektiert und gesellschaftspolitisch engagiert ist, gelingt es Burghart Klaußner immer wieder, sein großes Publikum dazu zu bringen, sich mit den Lehren aus der Geschichte auseinanderzusetzen."

23.09.2021

Kerstin Greiner erhält den Dietmar Heeg Medienpreis der Karl Kübel Stiftung für ihre Reportage "Kein Weg zu weit", die im SZ Magazin erschien. Wir gratulieren!

16.09.2021

"Man nehme Tucholskys "Deutschland, Deutschland, über alles" und lege "Schloss Gripsholm" daneben. Das ist doch mal ein Spagat! Und über diese Bandbreite verfügt Mely Kiyak locker. Ich meine, wer macht denn so was sonst? In einer Woche unterstellt sie dem Kreidefelsen auf Rügen, dass ihm aus Protest darüber, dass Horst Seehofer Heinrich Heine in der Walhalla geehrt hat, ein Stück abgebrochen sei, um sich dann eine Woche später in die letzten Stunden einer Frau zu imaginieren, die im Iran zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde; lyrisch, empathisch, so wird durch die Vorsicht ihrer Worte und durch die Stärke ihrer Bilder das Grauen noch deutlicher, und eine Woche später zürnt sie über Google und macht sie über deren alberne Sucht nach Informationen lustig. Mely Kiyak macht so was. Und was würde ihr Vater dazu sagen: Meine Tochter leider sehr frech. Kann ma nix machen. Leida. Oder aber eben: Gott sei Dank. Der Kurt Tucholsky-Preis 2021 geht an Mely Kiyak. Weil sie die Beste ist. Ende der Diskussion."

Aus der Laudatio von Max Uthoff, Theater im Palais, 12.09.2021

09.09.2021

"In den Gedichten, Erzählungen und Romanen von Andrea Grill sucht man die großen abstrakten Worte, die gemeinhin sich zu Urteilen entwickeln, ebenso vergeblich wie überschäumende Emotionen oder dramatische Konflikte. Aber man findet stattdessen eine zunächst einmal nüchtern wirkende und dennoch vielsagende Sprache, in der gründliche Sachkenntnis zum Ausdruck kommt, nicht selten auch trockener Humor, eine feine Ironie, und zugleich namentlich eine Empfindsamkeit sondergleichen allen Erscheinungen der Welt gegenüber: seien es Bäume oder Schmetterlinge, seien es die Rede- und Verhaltensweisen der Menschen oder auch ihre Verstellungskünste. Der ganz offensichtlich durch geistes- und naturwissenschaftliche Studien geschärfte Blick auf alle Erscheinungen der Umwelt und der Kultur bleibt niemals kalt, ist vielmehr konsequent aufgehoben in einem literarischen Prozess, in dem anschaulich sichtbar wird, wie sehr es in allem doch darauf ankäme, nicht zuletzt die Perspektive(n) der Betrachtung zu prüfen." (Aus der Jurybegründung)

06.09.2021

Begründung der Jury: "In ihrem Schauspiel Ich, Wunderwerk und How Much I Love Disturbing Content befragt Amanda Lasker-Berlin in einer weitausholenden Geste die Omnipräsenz medialer Bilder im privaten wie im öffentlichen Raum. Der handelnde Mensch wird durch den Konsumenten von Nachrichten und Emotionen abgelöst. Dem ewigen Flimmern der Bilder scheint der homo sapiens nur noch wenig entgegenzusetzen zu haben. Darin liegt die Brisanz und die Preiswürdigkeit dieses Stückes begründet."

03.09.2021

Wir gratulieren den für den Bayerischen Buchpreis in den Kategorien Sachbuch und Belletristik nominierten Autor*innen.

27.08.2021

Olivia Wenzels "1000 Serpentinen Angst" feiert heute Premiere auf der Bühne im Maxim Gorki Theater unter der Regie von Anta Helena Recke. Alle Infos gibt es hier.

27.08.2021

Unsere herzlichen Glückwünsche gehen an Katerina Poladjan, die mit dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet wird. Zuletzt erschien ihr Roman "Hier sind Löwen" im S. Fischer Verlag – und freuen dürfen wir uns auf Katerina Poladjans neuen Roman im Frühjahr 2022!

Foto: Henning Fritsch

16.08.2021

Merle Kröger hat mir ihrem außerordentlichen Thriller "Die Experten" den Sprung auf die Shortlist des Crime Cologne Awards geschafft. Wir drücken die Daumen!

02.08.2021

Wir gratulieren Mely Kiyak zum Kurt Tucholsky-Preis 2021 für literarische Publizistik. Prämiert wird ihr Werk FRAUSEIN und ihre Tätigkeit als Kolumnistin und Essayistin. In der Begründung der Jury heißt es: "Mely Kiyaks Arbeiten korrespondieren mit ihrer sprachlichen Präzision, analytischen Schärfe sowie der inhaltlichen und stilistischen Bandbreite in bester Weise mit Tucholskys Werk, dessen Tradition zu bewahren Ziel des Kurt Tucholsky-Preises ist. […] Ihr Stil, ihre Qualität, ihre Vielfalt, ihre Schärfe und ihr Witz sind nicht nur unverwechselbar, sondern in Ausdauer, Klarheit, Ernsthaftigkeit, Mut, Einsatzbereitschaft und Klugheit unbestechlich."

21.06.2021

Wir freuen uns sehr über die Auszeichnungen bei den 45. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt: Necati Öziri wird für seinen Text "Morgen wache ich auf und dann beginnt das Leben" mit dem Kelag-Preis und dem BKS Bank Publikumspreis geehrt. Herzlichen Glückwunsch!

17.06.2021

Unsere herzlichen Gratulationen gehen an Stefan Hornbach, der für seinen Debütroman "Den Hund überleben" (erscheint im Juli im Hanser Verlag) mit dem Jürgen Ponto-Literaturpreis ausgezeichnet wird!

In den Worten der Jury: "Stefan Hornbach ist eine Idealform der Literatur gelungen. Sein Debüt ist eine Direktabnahme, eine Geschichte hoher Dringlichkeit, ein hochpräziser Tonabnehmer, der die Welt, in der wir uns bewegen, präzise abtastet und zugleich verwandelt. [...] Ein literarischer Held, jung und auf der Suche, erhält eine belastende Tumordiagnose und geht den Gang der Stationen, geht zurück zu den Eltern, bezieht wieder sein Jugendzimmer. Freunde, Ärztinnen, die Eltern, die Hündin, der medizinische Apparat sind seine Wegbegleiter. [...] Mit Stefan Hornbach tritt ein Autor auf, der uns berührt und erschüttert, ohne uns zu schütteln. [...] Dieses Debüt ist ein Triumph über Panik und Alarmismus, wenn sein Gegenstand nicht so irdisch wäre, von einer fast biblisch zärtlichen Haltung zur wüsten Wirklichkeit."

16.06.2021

Unsere Glückwünsche an Merle Kröger, deren Thriller "Die Experten" für den Crime Cologne Award 2021 nominiert ist!

08.06.2021
02.06.2021

Herzlichen Glückwunsch an Petra Reski, die in diesem Jahr mit dem Ricarda-Huch-Preis ausgezeichnet wird. Der Preis ehrt eine Persönlichkeit aus Kunst oder Literatur, aus Wissenschaft oder Politik, "deren Wirken in hohem Maße bestimmt ist durch unabhängiges Denken und mutiges Handeln, verbunden mit einem uneingeschränkten Wirken für jene unveräußerlichen humanen, emanzipatorischen und freiheitlichen Grundsätze, die sich aus der europäischen Geschichte herleiten, die Ideale der Humanität und Völkerverständigung als Werte der historisch-kulturellen Identität der europäischen Gesellschaften zu fördern."

02.06.2021

Auf der Shortlist des Fontane-Literaturpreises 2021 stehen Anna Prizkau mit ihrem Erzählungsband "Fast ein neues Leben" und Olivia Wenzel mit ihrem Roman "1000 Serpentinen Angst". Wir freuen uns und drücken die Daumen!

25.05.2021

Wir freuen uns mit Tupoka Ogette über den ABOUT YOU AWARD in der Kategorie "Idol of the Year". Herzlichen Glückwunsch!

Foto: © privat

09.02.2021

"Ihre Textwelten sind von einem Figurenpersonal bevölkert, das häufig Sonderlinge, prekäre Existenzen, moderne Nomaden, unglücklich wirkende Einzelgänger und skurrile, sympathische Fremde versammelt. Für Terézia Moras Erzählen sind anschauliche Schilderungen und visuell eindrückliche Welten charakteristisch. Ebenso treten selbstreflexive Momente und spielerisch experimentelle Elemente hervor, die die erzählten Welten mitunter ironisch brechen. Exemplarisch anzuführen sind etwa durchgestrichene Wörter, graphisch strukturierte Textanordnungen oder textlich nebeneinander platzierte simultane Erzählstränge und -perspektiven sowie damit einhergehend verschiedene individuelle Leserichtungen."